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Helmut Piel
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W´ooge Ahoi!

Nach leichtem organisatorischen Trubel im Vorfeld treten am 10. Juli 2018 fünfzehn Nutzer*innen und drei Betreuer des Ambulant Betreuten Wohnens vom LWL-Wohnverbund Münster die Reise auf die schöne Nordseeinsel Wangerooge an. Trotz früher Morgenstunde (6:15Uhr!!!) finden alle rechtzeitig den Weg zum Bus. Den münsteraner Regen lassen wir im Laufe der Busfahrt hinter uns und fahren der Sonne entgegen zum Fähranleger in Harlesiel. Dort angekommen vertreiben wir uns die Zeit bei Kaffee & Eis am Kiosk und schalten in den Urlaubsmodus um.

Nach einer reibungslosen Hinfahrt mit Bus/Fähre/Inselbahn kommen wir nach den letzten Metern zu Fuß dann froh gestimmt in unserer Unterkunft “Haus Ibbenbüren“ an. Während wir uns einrichten, holt eine kleine Gruppe Mitreisender eine Runde Fischbrötchen zum Mittag für uns Frühaufsteher. Wir sitzen zum ersten Mal gemeinsam draußen im Innenhof an der langen Tafel und genießen als Ankunftstradition das obligatorische Fischbrötchen – schließlich sind wir jetzt am Meer! Apropos, als Nächstes gucken wir natürlich über die Düne und sagen dem Meer “Hallo“ bzw. “Moin“, wie man im Norden zu sagen pflegt.

Meeresluft macht hungrig! Am Abend treffen wir uns wieder im Innenhof und verputzen einen riesen Topf Spaghetti mit vegetarischer Bolognese. Das frühe Aufstehen steckt uns allen noch in den Knochen, so dass wir uns bis auf ein paar WM-Begeisterte, die sich das Public Viewing nicht entgehen lassen möchten, zeitig in unsere Kojen verabschieden.

In den Folgetagen machen wir es uns schön und gönnen uns als Tagesstart immer ein reichhaltiges ausgedehntes Frühstück am großen Tisch. Die Nutzer*innen sind völlig begeistert von dieser Besonderheit und genießen sie in vollen Zügen.
Am Nachmittag des zweiten Urlaubstages genehmigen wir uns im legendären “Café Pudding“ Kaffee & Kuchen bzw. Torte. Der Ausblick auf´s Meer aus diesem kreisrund befensterten Café ist einfach einmalig!

Gut gestärkt machen wir uns auf zu einer Wanderung mit dem Thema “Müll im Meer“. Beeindruckt von den harten Fakten und hohen Verschmutzungswerten wird in den kommenden Tagen große Acht auf korrekte Mülltrennung gegeben. Die Nutzer*innen weisen sich von sich aus gegenseitig freundlich darauf hin, wenn jemand Abfälle in falsche Behälter sortiert hat. So scheint ein direkter nachhaltiger Transfer in den Alltag zu gelingen.

Am Abend vertilgt die Mannschaft etliche Bleche selbstgemachte und klassisch bis ausgefallen belegte Pizza – keiner weiß mehr genau, wie viele es waren… Auf jeden Fall sind alle mehr als satt geworden und haben mal etwas Neues probiert.

Am dritten Tag lassen wir es langsam und individuell angehen. Wir organisieren Fahrräder, die der Gruppe in den kommenden Tagen zur Verfügung stehen. Die Nutzer*innen treffen untereinander eigenständig Absprachen, wer wann über die Insel radeln möchte. Die Freizeitangebote werden zahlreich angenommen. Gleichzeitig ziehen einige Nutzer*innen auch gerne mal auf eigene Faust los, um die Seele baumeln zu lassen.
Zum Mittag treffen wir uns wieder im Innenhof an einer gemeinsamen Tafel zum Kaffeesieren. Selbstgebackenen Kuchen zum Mittag?!? Warum nicht, wir sind doch im Urlaub! Außerdem gibt´s was zu feiern: Ein Nutzer wurde kürzlich 60 und hatte im Vorjahr bei der Wangeroogefahrt schon angekündigt, dass er diesen runden Geburtstag mit allen zusammen feiern möchte. Gesagt getan! Die Sonne scheint und wir schlemmen fröhlich, wie es sich für den Urlaub gehört. Im Anschluss ist wieder individuelle Tagesgestaltung angesagt. Einige Nutzer*innen bummeln durch´s Dörfchen und decken sich mit Souvenirs und Mitbringsel ein. Abends schmeißen wir den Grill an. Neben Würstchen und Grillfleisch kommen auch verschiedenste Salate und gegrilltes Gemüse nach anfänglicher Skepsis und Vorurteilen gut an – wieder etwas Neues probiert!

Heute machen wir nicht so früh schlapp! Es besteht das Ausnahmeangebot den Leuchtturm in den Abendstunden hinaufzugehen, um den Sonnenuntergang in seiner vollen Pracht zu bewundern. Die bedeckte windige Wetterlage ließ dies zwar nicht so ganz zu, dennoch genießen wir den Blick in die Weite und machen uns in dem kleinen Museumsbereich im unteren Teil des Turms über historische Begebenheiten rund um Wangerooge schlau. Auf Wunsch einiger Nutzer*innen lassen wir es uns auch nicht nehmen, kurz bei der heutigen BeachParty vorbeizuschauen. In familienfreundlicher Atmosphäre legen wir mit alt & jung eine flotte Sohle auf´s Parkett. Als uns die Stimmung zu ausgelassen wird, gehen wir über den Strand zurück zu unserer Unterkunft. Wir wundern uns über das Lichtermeer durch zahlreiche große Schiffe auf dem Meer – ein Nutzer erklärt uns, was es damit auf sich hat.

Der letzte Urlaubstag bricht an. Ein wenig Wehmut über die morgige Abreise weicht dem heutigen Vorhaben: Ein Tag am Strand im Strandkorb! Wir lassen uns von der leichten steifen Brise nicht abhalten und schlendern zum Meer. Ein paar Mutige stürzen sich in die Wellen, andere nutzen die erholsame Gelegenheit eine Weile im Strandkorb zu dösen.
Heute Abend verzichten wir in unserem Selbstversorgerhaus, in dem alle Mitreisenden im Wechsel vor und nach den Mahlzeiten ohne “Dienstplan“ mit anpacken, auf Spülhände und leisten uns ein Essen im griechischen Restaurant. In dieser feierlichen Runde überraschen wir uns gegenseitig mit Geschenken: Die Nutzer*innen bekommen nützliche Souvenirs, die sie im Alltag an diese wunderbare Reise erinnern, und die Betreuer erhalten als Dankeschön für stete Organisation und Begleitung in diesem Urlaub jeder eine tolle persönliche Aufmerksamkeit.

Am 14. Juli 2018 ist Abreisetag. Wir machen nach einem kurzen Frühstück gesammelt getreu dem Motto „viele Hände schnelles Ende“ klar Schiff im “Haus Ibbenbüren“ und treten die Rückreise an. In Ruhe zu Fuß erreichen wir den Bahnhof von Wangerooge, besteigen die Inselbahn und im Anschluss die Fähre. Nahtlos schnappen wir unser Gepäck von den Containern, verstauen es im Bus und düsen los gen Heimat. Münster empfängt uns mit Sonnenschein und die Nutzer*innen verlassen den Bus mit zufriedenen Gesichtern. Die letzten Telefonnummern werden ausgetauscht, bevor nun der große Abschied ansteht.

Beim Nachtreffen zu einem späteren Zeitpunkt werden Photos ausgetauscht und Erinnerungen geteilt. Urlaubseindrücke, Gemeinschaftsgefühl und Erholung wirken noch nach. Und schon hört man die Klienten in Vorfreude über´s nächste Jahr auf Wangerooge sprechen – nach Wangerooge ist eben vor Wangerooge!  

Ein riesiges DANKEDANKEDANKESCHÖN an die Ernst-Kirchner-Stiftung für die GROßzügige Unterstützung dieser Reise.

Glückliche Kinder und wohlgenährte Hühner im Pflegezentrum

Wie schon im letzten Jahr waren auch im Sommer 2018-diesmal 3 Monate lang-die Hühner gern gesehene Dauergäste im Pflegezentrum. Natürlich war die Hühnerpflege zeitaufwändig. Aber der Aufwand hat sich gelohnt, weil die Bewohner des Pflegezentrums viel Freude mit „ihren“ Hühnern hatten-und zudem ja auch ab und zu jeder ein frisches Hühnerei bekam.

Eine besondere Freude war an einem schönen Sommermorgen der Besuch der „Mäusekinder“ von der LWL-betriebseigenen Tagesstätte, die nach anfänglichem Staunen gerne die Hühner mit den frischen Leckerbissen aus der Küche füttern durften.
Im Übrigen eine schöne Initiative, auf diese Weise jung und alt zusammen zu bringen. Dank dem großzügigen Spender und der Ernst Kirchner Stiftung für die Finanzierung dieses schönen Projekts!

Nordsee-Urlaub 2018 der Wohngruppe Fürstenbergstraße

Nordsee-Urlaub 2018 der Wohngruppe Fürstenbergstraße

Unser Reiseziel war dieses Jahr die Nordseeküste bei Dorum.

Vor Ort hatten wir – 20 Bewohner und ihre Begleiter -  zwei schöne Häuser mit Garten und einer wirklich guten Ausstattung.

So konnte der Urlaub  gut starten!!!

Wir hatten das Glück, ein paar Frühaufsteher zu haben, die jeden Morgen den Weg zum Bäcker gefunden haben: Mit Croissant und Ei  kommt Urlaubsfeeling auf!!

Und dann ging es ab zum Wasser… wo war es denn???? Gerade Ebbe!

Dorum hat eine große Wattfläche und bei Ebbe können kilometerlange Wanderungen gemacht werden, bei Flut reicht das Wasser bis zu den Knien.
Wir  haben jeden Tag Wattwanderungen unternommen, das ist besonders angenehm, für die Füße weich und warm.

Zum Schwimmen gab es ein Schwimmbad direkt am Strand, mit großen Außenbecken und regelmäßigen Wellen, so dass das Schwimmen sich wie im Meer anfühlte.
Das Schwimmbad ist mit der Kurkarte kostenlos, so konnten wir es jederzeit nutzen.

Was gehört zum Urlaub noch dazu: Neue Dinge sehen und erleben, Entspannung, Spiele am Strand, Schwimmen, Bewegung, Shopping, Eis und gutes Essen; all das hat die Nordseeküste zu bieten, klasse!

In Dorum kann man sich schnell alleine orientieren, es gibt nur einen Bäcker und einen Lebensmittelladen, aber viele Fischbuden und Restaurants. Die  Fischbrötchen sind wirklich lecker, und schmecken mit Seeluft und Möwen viel besser als in Münster.

Zur Shoppingtour sind wir nach Bremerhaven  gefahren, der Ausflug lohnt sich.

Nicht nur zum Shoppen, wir haben das Klimahaus besucht. Und dort eine Weltreise
unternommen, die Antarktis war ziemlich kalt. Bei dem warmen Wetter draußen
kam uns das gerade recht.
Wieder zurück konnten wir unseren Garten gut nutzen zum Entspannen, und der
hatte einen großen Außengrill, den wir natürlich genutzt haben.
Würstchen, selbstgemachte Musik, und abends einen wunderschönen Sonnenuntergang.

Leider geht jeder Urlaub einmal zu Ende.

Wir bedanken uns herzlich bei der Ernst Kirchner Stiftung, ohne deren Unterstützung
wären diese schönen Momente, die uns im Alltag lange begleiten, für uns nicht möglich gewesen.

Eure Fürstenberger

 

Pflegezentrum nunmehr 2018 mit Wohl-Fühl-Raum ausgestattet

Am Anfang stand ein Besuch bei einer treuen Spenderin der Ernst Kirchner Stiftung. Mit ihrer großzügigen Spende von 500€ und mit Eigenmitteln des Hauses konnte der schon lange bestehende Wunsch für die Ausstattung eines Wohl-Fühl-/ Beauty-Raumes im Pflegezentrum nunmehr verwirklicht werden. Immerhin kostete die wunderbare überaus bequeme Kosmetikliege allein schon rd. 1.200€. Hinzu kam die mitarbeiterseitig engagierte Ausstattung des Raumes mit geeigneten Möbeln, schönen Bildern, Duftstoffen und Klangschalen, so dass sich die Bewohner während der Behandlung auch richtig wohl fühlen können, wie es hier im Bild auch gut zu sehen ist. Besondere Köperpartien der Behandlung sind, Gesicht, Füße und-wie hier im Bild-die Hände, die sanft und wohltuend behandelt werden, während eine leise Musik dies noch unterstreicht.

Für diese Wohl-Fühl-Behandlung hat das Pflegezentrums eigens sieben Mitarbeiterinnen qualifiziert. Und die Bewohner sind sehr dankbar für diese sehr persönliche Zuwendung, wie auch im Bild gut zu sehen ist.

„Momente der Lebensfreude“

Helmut Piel