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Helmut Piel
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Same procedure as every year, liebstes Wangerooge-im Juli 2019!

-Urlaubsbericht einer Wohngruppe des Ambulanten Betreuten Wohnen-

Über die Jahre so vertraut geworden und doch immer wieder aufregend, vieles bekannt und gleichzeitig jedes Mal “wie“ neu. Die (Urlaubs)Stimmung in jedem Fall immer excellent, darauf ist Verlass! Und auch auf die Ernst-Kirchner-Stiftung konnten wir in diesem Jahr wieder voll und ganz zählen. Juhu!!! Dankbar und zufrieden blicken wir auf eine gelungene Ferienfreizeit im Juli 2019 mit 14 Nutzer*innen und 3 Mitarbeiterinnen des ABW vom LWL-Wohnverbund Münster zurück. Das Wetter hat mitgespielt und die gute Laune auch. Wie jedes Jahr reisten wir mit Bus, Fähre, Bimmelbahn und die letzten Meter zu Fuß komplikationslos an und richteten uns rasch in der Unterkunft ein.

Morgens stieg meistens ab 7 Uhr der erste Kaffeeduft durch´s Haus – irgendjemand fing immer schon freundlich an, für alle den Kaffee aufzubrühen. Gegen 9 Uhr starteten wir dann mit einem ausgedehnten gemeinsamen Frühstück in den Tag. Es gab alles, was das Herz begehrt! Jeden Tag ein Sonntagsei, frische Brötchen, aufgeschnippeltes Obst und Gemüse, appetitlich hergerichtete Käse- und Wurstplatten, süße Leckerein, Säfte… Wir ließen es uns gut gehen – das ist Tradition!

Und ähnlich wie im vergangenen Jahr feierte auch in diesem Jahr eine Nutzerin ihren runden Geburtstag mit selbst gebackenem Kuchen. Hierzu kamen alle Mitreisenden an der langen Kaffeetafel im Innenhof zusammen. Das bürgert sich als fester Programmpunkt auf der Urlaubsagenda ein - wir stehen auf diese Art Tradition!

Ebenso Tradition ist die Tatsache, dass rund um alle Mahlzeiten alle Reiseteilnehmer*innen entspannt fleißig mit anpacken. So ist die Küche stets geselliger Treffpunkt zum schnacken, schnibbeln, spülen, snacken, (Kaffee/Tee) schlürfen.

Ganz anders und weniger traditionell ging es allerdings bei den abendlichen Mahlzeiten zu! Diese Reise stand auf jeden Fall im Zeichen kulinarischer Abwechslung in der Selbstversorgerküche. Einfache Spaghetti und typische Pizza kamen uns in diesem Jahr nicht auf den Tisch. Statt dessen bereiteten wir uns am ersten Abend eine köstlich gewürzte GemüseReisPfanne zu, während wir am zweiten Reisetag den obligatorischen äußerst beliebten Grillabend veranstalteten, an dem wir neben den klassischen Würstchen auch reichlich frische und unterschiedliche Salate verzehrten. Am dritten Abend ging es recht aufwendig zu in den Gefilden um Ofen und Herdplatten: pro Person wurden zwei mit Rosmarin-Kartoffelstampf gefüllte und Schinken ummantelte sowie Käse überbackene Zwiebeln kredenzt, dazu wurde frisch zubereitetes Bruschetta gereicht. Diese Komposition bildete den Höhepunkt für unsere Geschmacksknospen. Vorweg sogar noch Suppe und Salat - wir haben gespeist wie Gott auf Wangerooge! Am letzten Abend haben wir uns auswärts im urigen Fischlokal mit köstlichem Fisch ohne Stäbchen verwöhnen lassen.

ABER wir haben ja nicht nur gegessen auf Wangerooge! Wir sind auch gewandert! Zum Beispiel durch´s Watt. Oder zum Westende. Und natürlich den Strand rauf und runter. Einige wagten den Sprung ins kühle Nass, andere verweilten hingegen gemütlich im Sand und genossen den Blick auf´s weite Meer. Unsere spielerische Ader kam beim Wikingerschach zur Geltung. Während die eine Hälfte in zwei Teams gegeneinander antraten, feuerte die andere Hälfte der Gruppe die Spieler kräftig an und fieberte bis zum Schluss mit.

Die Insel meinte es insgesamt gut mit uns. Es war genug los, so dass es nicht langweilig wurde, gleichzeitig nicht zu überfüllt, so dass genug Platz für alle war. Wir machten uns schlau bei der geographischen Wanderung rund um die Entstehung und Entwicklung Wangerooges. Unglaublich interessant dieses Naturschauspiel und natürlich auch die Einflüsse der Menschen dort. Jedes Jahr lernen wir etwas Neues dazu über dieses wunderbare Fleckchen Erde in der Nordsee. Als Krönung auf diesem geschichtsträchtigen Eiland darf NATÜRLICH unser alljährlicher Besuch im Café Pudding nicht fehlen - wie bereits erwähnt: wir stehen auf Traditionen!

Neu war allerdings die Organisation im Vorfeld bzw. der stärkere Einbezug der Nutzer*innen in die Planung der WangeroogeReise. Schon bei unserem zweiten Vorbereitungstreffen im Frühjahr haben wir drei Planungsgruppen formiert. Ein Team kümmerte sich um die Belange rund um die Unterkunft, eine zweite Gruppe übernahm die Gestaltung der Freizeitangebote und die dritte Mannschaft tüftelte die Menüs samt Einkaufszettel aus. Im Vorfeld gab es beispielsweise Internetrecherchen und Zusammenkünfte in Kleingruppen zum Austausch über die Suchergebnisse. Dementsprechend waren die Reservierung der Wanderungen im Naturparkhaus und des Restaurants sowie der Großeinkauf für die Verpflegung bei Reiseantritt bereits erledigt, so dass wir vor Ort weniger Zeit für Organisatorisches aufwenden mussten und dafür viel mehr Zeit für spontane und auch mal längere Gespräche miteinander hatten.

Der einzige Knackpunkt an der Reise: Da wir auf W´ooge abhängig von der Tide sind, mussten wir die Fähre zurück schon um 9 Uhr nehmen. Wir wären gern noch etwas länger geblieben und hätten den Urlaub bis in den Nachmittag hinein ausklingen lassen. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau und dafür steigt die Vorfreude auf´s nächste Jahr umso schneller.
Denn nach Wangerooge ist und bleibt vor Wangerooge. Zumindest in unserer Erinnerung und in unseren Wünschen.

Wir jubeln der EKS nochmals ein HERZliches DANKESCHÖN für die Ermöglichung dieser Reise durch die finanzielle Unterstützung zu.

Ferienfreizeit im Ferienpark Müritz im Mai 2019

Im Mai 2019 fuhr eine Wohngruppe des LWL-Wohnverbunds mit 7 Bewohnern und 2 Mitarbeitern in einem Mietwagen auf Reise. Ihr Ziel war eine Woche Bewohner-Urlaub im Ferienpark Müritz an der Mecklenburgischen Seenplatte.

Am Ferienpark angekommen bekamen wir unsere beiden Häuser zugewiesen. Es war eine Überraschung, ob wir direkte Nachbarn sein würden oder nicht? Unsere Häuser lagen direkt nebeneinander und waren 100 Meter von der Müritz entfernt.

Den ersten Abend ließen wir im Garten und auf der Terrasse ausklingen. Einige waren noch an der Müritz, haben das Wasser getestet und sich den Hafen angeschaut; andere lagen im Garten und ruhten sich aus.

Die Tage begannen immer nach dem Ausschlafen mit einem gemütlichen Frühstück mit Brötchen, Eier etc.

Am ersten Tag machten wir uns zu Fuß auf den Weg zur Müritz, um dort mit der „Weißen Flotte“ über die Müritz nach Waren zu fahren. Gestärkt mit einem Eis im Captain Inn vorweg vergingen die 90 Minuten Fahrt auf Deck in der Sonne wie im Flug. In Waren gingen wir „Shoppen“ auf dem dort statt findenden Markt sowie in den Geschäften.

Tags darauf fuhren wir gemeinsam mit dem Auto nach Röbel Müritz, wo wir eine Kutschfahrt durch das Müritz Nationalpark Reservat gebucht haben. Diese Kutschfahrt bleibt uns allen in Erinnerung: Auf dem Weg durch den Wald über tiefe Sandwege begegneten uns verschiedenste Tiere wie Fuchs, Hirsch, Rehe und Schafe. Sowohl der Fuchs als auch der Hirsch kamen bis an die Kutsche heran und holten sich dort ihre Kartoffeln bzw. das Fuchsfutter ab; sie begleiteten uns die komplette Fahrt.

Am nächsten Morgen ging es zu Fuß an der Müritz und entlang des Hafens zum Luftfahrt- Technischen Museum. Hier waren verschiedenste Flugzeuge und deren Ausrüstung ausgestellt und restauriert worden. Im dort ansässigen Restaurant gab es zur Stärkung zum Mittagessen einen Backfisch.

Am Mittwoch fuhren wir gemeinsam mit dem Auto nach Wittstock an der Dosse. Dort besuchten wir die Landesgartenschau und waren begeistert von den vielen verschiedenen blühenden Blumen. Alle zusammen genossen den großen Spaziergang durch die wunderschönen Blumen-Anlagen.

Der vorletzte Tag unseres Urlaubs gestaltete sich sportlich. Wir erkundschafteten das Gebiet mit 7 Kettcars an der Müritz. Alle hatten einen großen Spaß! Am Abend hatten wir unser Abschluss-Essen im Captain Inn. Alle hatten großen Hunger und ließen sich das Essen gut schmecken.

Am Freitag fuhren wir mit dem Zug nach Berlin und besuchten dort das Brandenburger Tor, das Kanzleramt und vieles mehr. Anschließend wurde nochmals ausgiebig eingekauft. Abends kamen wir „erledigt“ von dem langen Tag in den Ferienpark Müritz zurück.

Und am Samstagmorgen freuten sich alle, dass es wieder nach Hause ging. Mit vielen schönen Momenten und vielen einzigartigen Erinnerungen sowie einem Sonnenbrand traten wir die Heimreise an. Wir werden diesen Urlaub nicht vergessen. Zitat eines Bewohners: „Der Urlaub 2019 geht in die Geschichte ein.“

Anmerkung: Die Ernst Kirchner Stiftung hat diesen Bewohner-Urlaub mit 1.400€ gefördert.

Wohngruppe-Ferienfreizeit im Juni 2019 in Schleswig-Holstein

Sonntag, 02.06.: Nach einer 5 Stündigen Anreise sind wir-eine Gruppe von 5 Bewohnern und 3 Mitarbeitern-am frühen Abend in unserer Unterkunft am Zielort Bordelum-Bredstedt, gelegen in der Nähe des Nordfriesischen Wattenmeeres und nördlich der bekannten Stadt Husum, angekommen. Wir wurden von der Hausverwaltung freundlich mit Kaffee und selbst gemachtem Kuchen begrüßt. Im Anschluss an das Kaffeetrinken haben wir eine Pause eingelegt, in der jeder sein Zimmer beziehen und sich etwas ausruhen konnte. Den ersten Abend wurde gegrillt und anschließend haben wir bis abends gemütlich zusammen gesessen, bis sich die Runde nach und nach aufgelöste, denn der Tag war anstrengend.

Montag, 03.06.: Heute sind wir erst gegen 9 Uhr aufgestanden und haben den Tag mit einem gemütlichen Frühstück begonnen. Unser erstes Ausflugsziel führte uns in das Tönninger Wattenmeer-Museum. Im Anschluss daran haben wir in Friedrichskoog die Seerobben-Aufzucht-Station besichtigt. Abends wurde dann für alle Pizza gebacken. Sodann ließen wir den Abend wieder in gemütlicher Runde ausklingen.

Dienstag, 04.06.: Relativ früh auf den Beinen packten wir nach einem gemütlichen Frühstück eine Kühltasche voll mit Getränken, Kuchen und Pizzastücken vom Vortag und fuhren los nach Sankt Peter Ording zum Strand. Dort verbrachten wir einige Stunden am Meer. Fast alle gingen wenigstens mit den Füßen in das Wasser. Am späten Nachmittag wieder zurück, wurde erneut gegrillt, und wir saßen wieder bis spät abends beisammen, bis sich so nach und nach einer nach dem anderen schlafen legte.

Mittwoch, 05.06.: Der Morgen begann wieder mit einem entspannten Frühstück. Danach brachen wir rechtzeitig zu einem Ausflug nach Flensburg auf. Hier sind wir zuerst am Hafen entlang spaziert. Und bald darauf suchten wir im Zentrum eine Eisdiele auf, nahmen ein Getränk zu uns oder genossen ein Eis. Unser zweites Ziel heute war die bekannte Stadt Husum, um dort gemeinsam zu Abend zu essen. Den letzten Abend unserer Ferienfreizeit in Schleswig-Holstein haben wir danach gemütlich auf der Terrasse unserer Unterkunft ausklingen lassen.

Donnerstag, 06.06.: Am letzten Morgen haben wir recht früh in aller Ruhe gemeinsam das Frühstück eingenommen. Dann hieß es, „Sachenpacken und Aufräumen“ und Abschied nehmen. Am Spätnachmittag kehrten wir dann wohlbehalten nach Münster zurück.

Die Ernst Kirchner Stiftung hat diese Freizeit mit 800€ gefördert.

Italienische Augustwoche 2019 im Pflegezentrum

Weil es letztes Mal schon so schön war, sollte es auch dieses Jahr im Sommer wieder nach Italien gehen! Allerorten/auf allen Etagen Zustimmung-und schon ging`s los-und das ohne Koffer! Wie leicht ist das denn?!!

Für die, die noch nicht in Italien waren, gab es am Montag erst einmal Unterricht im Italienischen ABC-sprich Umgangsformen vermitteln; also zum Beispiel fließend zu sprechen: Buon Giorno, Buon Appetito, Cin Cin, Buona Notte und auch ganz wichtig: Wo bekomme ich einen Kaffee und Entschuldigung, gibt es hier in der Nähe vielleicht eine Toilette-na ja, und Etliches mehr. An diesem Tag rauchte uns abends der Kopf vom Crash-Kurs in Italienisch!

Der Dienstag verlief dann schon sehr viel ruhiger. Wir haben gemeinsam Pizza gebacken, Nudelsalat kreiert, Tomaten und Mozarella geschnitten, Tiramisu und Spagetti-Eiscreme gezaubert und all dies am frühen Abend allen Bewohnern mit einem köstlichen (natürlich alkoholfreien) Wein serviert-wie es in Italien üblich ist, an einer langen Tafel! Die Begeisterung kannte fast keine Grenzen. Alle Teller und Gläser wurden mehrmals gefüllt. Ein herrlicher Abend!

Am Mittwoch wurden vormittags Dips vorbereitet. Und am Nachmittag sahen wir den Film „ Lieder erklingen am Lago Maggiore“. Dazu wurde Grassini mit Joghurt-Kräuter Dip gereicht. Einfach köstlich. Man fühlte sich wie am Lago-toll!

Der Donnerstag-er sollte eigentlich sonnig sein, was er aber nicht war, sondern uns endlich mit Regengüssen beglückte, wurde dennoch richtig gemütlich; denn unten im Foyer unseres Hauses, stand ein großer, uralter Eiswagen, hinter dem ein sehr freundlicher, junger Mann jedem von uns Eis mit Sahne und Topping reichte, bis tatsächlich alle köstlichen Eisvorräte den Weg zu uns gefunden hatten. Und nicht zu vergessen die alten italienischen Schlager, die uns fast träumerisch in unsere Zeit als junge Menschen zurück versetzen. Einfach nur schön!

Freitag dann, zum Abschluss dieser Woche, sollte auch die Kunst nicht zu kurz kommen; so traf sich, wer Lust hatte, zur Kunstgruppe zum Thema Italien zusammen. Hier wurde Wissen aufgefrischt und auch Neues vermittelt. Danke auch für diese schöne Idee, von der überaus reichen Kunst und Kultur Italiens so viel Wissenswertes zu hören!

Wir Bewohner vom Pflegzentrum danken der Hausleitung und allen Mitarbeitern sowie der Ernst Kirchner Stiftung für diese erlebnisreiche und köstliche Woche!

„Momente der Lebensfreude“

Helmut Piel