Mehr Lebensfreude für
psychisch kranke Menschen
Lebensfreude spenden

Für evtl. Fragen oder Auskünfte stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte rufen Sie uns an:

Helmut Piel
Telefon: 0251 - 98 11 30 87
E-Mail: helmut.piel(at)eks.ms

Ausstellungseröffnung Makrofotografien und Materialkombinationen

Am Donnerstag, 19. April 2018 fand die Vernissage der Ausstellung "Makrofotografien und Materialkombinationen" von Manuel Benner und Steffen Hugo im Foyer des Festsaals der LWL-Klinik Münster statt. Frau Annette Manglus übernahm zusammen mit Frau Margreth Schüppler als Kuratorin der Ausstellung die Begrüßung der Gäste und führte in die Ausstellung thematisch ein.

Dem besonderen Wunsch von Herrn Benner, seine Makrofotografien einmal großformatig auszustellen, konnte die Ernst Kirchner Stiftung dank einer freundlichen Projektspende gern entsprechen.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 23. Juli 2018 in der Galerie am Festsaal.

v.li.: Helmut Piel, Rolf Dammeyer, Annette Manglus, Ingrid Feldkamp, Manuel Benner, Steffen Hugo, Margreth Schüppler

 

 

Ein bewegender Tag.....

Gemeinsam mit Mitarbeitern der Franziskus-Stiftung besuchten Ingrid Feldkamp und Helmut Piel von der Ernst-Kirchner-Stiftung kürzlich das Kloster und die Gedenkstätte Esterwegen.

Die Gedenkstätte Esterwegen konnte nach einem langen und schwierigen Weg im Herbst 2011 eröffnet werden; die Gedenkstätte ist ein Gedenkort, der an alle 15 Emslandlager als Konzentrations-und Strafgefangenenlager 1933-1945 und ihre Opfer erinnert. Die Gedenkstätte setzt ein Zeichen gegen Diktatur, Gewalt- Politik und Terror, gegen Nationalismus und Rassismus. Sie fordert auf zum Engagement für Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie.

In der Begegnung und im Gespräch mit Schwester Birgitte, die mit einigen Mitschwestern in einem Konvent der Mauritzer Franziskanerinnen direkt neben der Gedenkstätte lebt, erfahren wir dieses Kloster mit seinem Gedenkraum, dem Raum der Sprachlosigkeit und der Kapelle als Ort der Ruhe und Besinnung sowie herzlicher Gastfreundschaft.

Wir danken der Franziskus-Stiftung für diesen Tag, der uns noch lange nachgeht.

von links: Schwester Birgitte, Konvent der Mauritzer Franziskanerinnen in Esterwegen; Ingrid Feldkamp und Helmut Piel, beide Ernst-Kirchner-Stiftung
Raum der Sprachlosigkeit mit Torf-Lore, die an die unmenschlichen Bedingungen der Gefangenen in den Emsland-Mooren bei der Torf-Arbeit erinnert.

 

 

Überraschender Fund 2017 in der ehemaligen Wohnung der Familie des Stifters Ernst Kirchner

-Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Wohnungsverein von 1893 eG Münster-

Es ist kurz vor Feierabend an einem Tag im Juli dieses Jahres. Die Elektriker des Regiebetriebes Holger Meyer und Marco Santillo überprüfen die Steckdosen in einer freigewordenen Dachgeschosswohnung an der Schleswiger Straße 11. Neben der Wohnungstür befindet sich unterhalb der Dachbodentreppe ein kleiner Verschlag, der mit einer Tür versehen ist. Routinemäßig wird auch hier kontrolliert, ob sich ungesicherte Stromkabel, Steckdosen o.ä. dort befinden. Dabei fällt Holger Meyer eine kleine Nische auf, in der anscheinend einige Dinge deponiert sind. Vorsichtig nimmt er die verstaubten Gegenstände heraus. Es handelt sich um alte Kleidungsstücke, eine vergilbte Satzung der Genossenschaft aus dem Jahre 1927, einen alten Mietvertrag, einen Arbeitsvertrag sowie einige alte Schulzeugnisse.

Die Dokumente sind auf den Namen Ernst Kirchner sen. ausgestellt. Durch Trockenpulver wurden sie über Jahrzehnte vor Feuchtigkeit und Schimmel geschützt.

Vielleicht sind sie während des Zweiten Weltkrieges schon dort versteckt worden – man weiß es nicht. Dennoch weckte der Dachbodenfund unser Interesse: Wer war Ernst Kirchner? Wann und wie lange hat er hier gewohnt? Erinnert sich noch jemand an ihn?

Wie ein Puzzle konnten die Details zusammengefügt werden: Ernst Kirchner zog im Jahr 1935 mit seiner Ehefrau Marie in die kleine Dreizimmerwohnung ein. Zwei Kinder wurden geboren, erst ein Mädchen und im Jahr 1939 ein Junge, der ebenfalls den Namen Ernst erhielt. Die Familie wohnte dort viele Jahrzehnte. Als beide Eltern kurz nacheinander im Jahre 1984 verstarben, übernahm Sohn Ernst die Wohnung. Er arbeitete seit 1959 in verschiedenen Dezernaten der Bezirksregierung Münster. Ernst Kirchner war alleinstehend und blieb zeitlebens in der Schleswiger Straße 11 wohnen.

Seine Nachbarn beschreiben ihn als einen eher stillen und in sich gekehrten, aber sehr freundlichen Menschen. Er soll sportlich gewesen sein und las viel. Sein besonderes Interesse galt der Kunst. Alles in allem wurde er von seiner Umwelt als ein bescheidener und unauffälliger Mensch wahrgenommen.

Am 24.08.1998 verstarb er im Alter von 59 Jahren. Vor seinem Tod hatte er in seinem Testament verfügt, dass sein Vermögen in eine Stiftung zugunsten der Bewohner und Patienten der LWL Klinik Münster eingebracht werden sollte. Hier wurde seine Schwester früher behandelt, und er hatte sich zu Lebzeiten ein positives Bild über die menschliche und fachliche Betreuung machen können.

Das beträchtliche Vermögen in Höhe von umgerechnet 1,2 Millionen Euro vermachte er einer später gegründeten und nach seinem Namen genannten Stiftung.

Ernst Kirchner wollte, dass die Erträge seines Vermögens für mehr Lebensfreude und Momente der persönlichen Zufriedenheit der psychisch kranken Bewohner und Patienten der LWL-Klinik Münster mit den Einrichtungen Krankenhaus, Pflegezentrum und Wohnverbund verwendet werden.

In diesem Sinne werden die Stiftungserträge seit Gründung der Stiftung im Jahre 2005 für Freizeitangebote, Tagesausflüge und Ferienfreizeiten, Spiel und Unterhaltung, Musik und kreatives Gestalten aber auch für kleine Geburtstagsgeschenke an die Bewohner und Patienten verwendet.

 

 

Weihnachtskonzert 2017

Der Chor die “Unerhörten” sang in der Lukaskirche auf dem Gelände der LWL-Klinik Münster wieder vor großem Publikum das beliebte Weihnachtskonzert. Traditionelle Weihnachtslieder, aber auch moderne Interpretationen erfreuten die die kleinen und großen Zuhörer. Als Zugabe erklang das Halleluja von Leonard Cohen. Es war für alle eine große Freude-die Bilder zeigen es offendkundig!
Die drei Vorstandsmitglieder der Ernst-Kirchner-Stiftung, Helmut Piel, Rolf Dammeyer und Ingrid Feldkamp schenkten vor und nach dem Konzert Apfel-Zimt-Punsch und alkoholfreien Glühwein aus, und es gab wieder die beliebten selbstgebackenen „Eiser-Kuchen“. Es ist schon eine kleine Tradition geworden, dass beim Chorkonzert warme Getränke ausgeschenkt werden und der Erlös an die Ernst-Kirchner-Stiftung geht. In diesem Jahr sind ca. 300,00 € in den Spendenkorb gegeben worden. Zur Freude der psychisch kranken Menschen können wir damit ein Projekt im nächsten Jahr zusätzlich finanzieren. “Da habe ich auch schon gleich eine schöne Idee für die Finanzierung einer Sommeraktivität für unsere PatientInnen”, sagte Ingrid Feldkamp freudestrahlend…. Diese Idee und deren Umsetzung muss natürlich noch beraten werden.

 

 

Rolf Dammeyer neu im Vorstand der Ernst Kirchner Stiftung

© LWL-Klinik Münster/Sibylle Kaufhold

Mehr Freude für psychisch kranke Menschen dieses Anliegen der Ernst-Kirchner-Stiftung (EKS) in Münster unterstützt der neu in den Vorstand gewählte Dipl. Sozialpädagoge Rolf Dammeyer ausdrücklich. Durch ihn wird das Führungsteam bereichert, da er seit vielen Jahren bereits beruflich im LWL-Wohnverbund Münster für psychisch kranke Menschen in verantwortlicher Stellung tätig ist. Um die Arbeit weiter erfolgreich auf Kurs zu halten, ist es in diesen Zeiten niedriger Zinsen wichtig, Spenden und Zustiftungen zu erhalten. Rolf Dammeyer betonte, dass es ihm unter anderem darum gehe, mehr Menschen zu erreichen, die unsere Ziele finanziell mittragen möchten.

 

 

„Momente der Lebensfreude“

Helmut Piel